Sandsack für den Hochwasserschutz

Hochwasser kommt in der Regel überraschend. Sandsäcke sind die beste Lösung um in kurzer Zeit einen effektiven Hochwasserschutz zu gewehrleisten.

Aber wie baut man im Ernstfall einen sicheren Damm? Woher bekommt man die Säcke und den Sand?

Wirkung eines Sandsackes

Ein Sandsack schützt vor Hochwasser indem er Wasser aufnimmt. In wenigen Minuten saugt er sich voll und kann ein Vielfaches seines Gewichtes aufnehmen.

Durch die zusätzliche Masse kann man mit Sandsäcken wirkungsvolle Dämme bauen. Denn durch das Gewicht, werden die kleinsten Öffnungen Zugedrückt.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Hochwasserschutz mit Sandsäcken schnell realisiert werden kann.

Die Sandsäcke können im trockenen Zustand mit den Händen getragen werden, oder natürlich auch mit einer Schubkarre.

Durch ihr Gewicht können gestapelte Sandsäcke auch zur Befestigungen von Straßen, Wegen und Hängen eingesetzt werden.

Materialien für effektiven Hochwasserschutz

Jutesäcke können nach dem Hochwasser einfach kompostiert werden.

Verwendet man Kunststoffsäcke, bedeutet das nach der Flut ein weiteres Mal einiges an Arbeitsaufwand.  Die Säcke müssen geöffnet, geleert und dann im Kunststoffmüll entsorgt werden.

Unter den natürlichen Stoffen ist Jute der ideale Kandidat für den Sandsack. Die Faser ist extrem Widerstandsfähigkeit und dadurch bestens den Herausforderungen gewachsen.

Den benötigten Sand kann man im jedem Baumarkt kaufen. Wer sich allerdings mit Hochwasserschutz beschäftigt wird naheliegender Weise auch an einem Gewässer wohnen.

An Seen und Flüssen gibt es meistens Sandbänke und wenn der Wasserpegel einmal etwas niedriger ist, kann man auch dort Sand mitnehmen und für den Ernstfall einlagern.

Sandsack Vorrat für den Ernstfall

Wer in einer hochwassergefährdeten Region lebt, hat idealerweise gefüllte Sandsäcke als Vorrat gelagert. Wenn tatsächlich der Ernstfall eintritt spart man sich wertvolle Zeit. Denn wenn die Katastrophe wirklich naht, zählt jede Sekunde.

Hier geht es womöglich um den Unterschied zwischen einem gefluteten Keller und einem effektiven Hochwasserschutz.

Jutesäcke sind hierfür ein ideales Material. Es mag ironisch erscheinen, aber man sollte großen Wert darauf legen den Sack trocken zu lagern.

Denn wenn der Sack einmal nass geworden ist und in einem geschlossenen Raum lagert, beginnt mittelfristig der Fäulnisprozess.

Abfüllen und Dammbau mit Sandsack

Die gefüllten Sandsäcke sollten niemals geworfen werden, sondern ganz dicht aufeinander gelegt werden. Beim Abfüllen mit dem Sand gilt es zu beachten, dass die Säcke maximal zu 2/3 des möglichen Füllvolumens gefüllt werden dürfen.

Der beste Schutz ist dann gewehrleistet, wenn sich der Verschluss des Sandsackes auf der vom Wasser abgewandten Seite befindet.

Beim Aufbau eines Sandsack Dammes sollte darauf geachtet werden, dass die Säcke leicht versetzt aufeinander gestapelt werden, ähnlich wie bei einer Ziegelmauer.

So erreicht der Damm die maximale Stabilität die benötigt wird, um dem Wasserdruck standhalten zu können.

Sandsackdamm im Ernstfall bauen

Die größte Stabilität erreicht der Damm, wenn man die Sandsäcke gemäß der Grafik ineinander verschachtelt.

Fazit

Sandsäcke aus Jute sind extrem reißfest und lassen sich effektiv stapeln, um einen Wasserdichten Hilfsdamm zu errichten. Mit Jutesäcken ist man im Ernstfall sehr flexibel. Preislich ist die ökologische Variante um einige Cent teurer als der Plastiksack. Wer seine Sandsäcke langfristig langern möchte sollte beachten, dass Jutesäcke nicht in feuchten Kellern verstaut werden dürfen.